Das Café International, als Anlaufstelle für das Asylnetzwerk Tettnang geschaffen, öffnete am Freitagnachmittag im Josefine-Kramer-Haus in der Wilhelmstraße wieder seine Pforten. Es bietet Flüchtlingen und Einheimischen die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und auszutauschen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort unterstützen und beraten bei unterschiedlichen Anliegen und Fragen.

Bei der Wiedereröffnung kamen Menschen aus dem Irak, aus Syrien, Gambia, Kamerun, Nigeria und aus Eritrea mit Tettnanger Bürgern zu gemeinsamen Gesprächen zusammen. Schwerpunktthemen waren das Erlernen der deutschen Sprache, Wege in Arbeitsverhältnisse zu finden, die Wohnungssuche sowie der Umgang mit Behörden. Beeindruckend war, wie viele der bei uns lebenden, geflohenen Menschen mittlerweile vertraut mit der deutschen Sprache sind und wie viele Freundschaften mit Tettnanger Bürgern schon bestehen. Eine erheiternde Diskussion über die „Schwäbische Grammatik“, die für Menschen aus anderen Ländern geradezu „unerlernbar“ sei, sorgte für fröhliche Momente. Die Kinder der Gäste, die sich mit den vorhandenen Spielsachen vergnügten, hatten viel Spaß miteinander. Ein Gast wies darauf hin, wie wichtig es für uns Menschen sei, offen zu sein und sich kennen zu lernen sowie Kontakte zu knüpfen, erst danach könne man Andere beurteilen. Dafür sei das Café International die ideale Möglichkeit.

Das Café International, gemeinsames Projekt des Familientreffs Tettnang und des Asylnetzwerks, ist an jedem Freitag, von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

Am 09.06.17, 23.06.17 und vom 11. – 25.08.2017 bleibt das Café geschlossen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Asylnetzwerks Tettnang unter www.asylnetzwerk-tt.de

(Text und Fotos Annette Rösler)